Schloss Haniel

Für traumatisierte Bundeswehrsoldat:innen und Soldat:innen von Bündnispartnern.

Schloss Haniel wird umgebaut und speziell ausgerichtet für traumatisierte Bundeswehrsoldat:innen und Soldat:innen von Bündnispartnern, auch aus der Ukraine. Es gibt in Deutschland keine weitere Einrichtung, die auf die Behandlung von traumatisierten Bundeswehrsoldat:innen spezialisiert ist. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Lage nehmen wir den großen Bedarf zum Anlass, um eine solche dringend benötigte Einrichtung zu bauen und zur Verfügung zu stellen. Der ursprünglich angedachte Betrieb einer Rehabilitationsklinik für adipöse Kinder und Jugendliche hat sich aufgrund sozialversicherungsrechtlicher Vorgaben als nicht sinnvoll erwiesen.

Das Therapiekonzept

Umbau von Schloss Haniel zu einer Fachakutklinik für die allgemeinpsychiatrische, psychotherapeutische und psychosomatische Rehabilitation und Behandlung von Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Das Therapiekonzept

Eingesetzt wird ein Konzept zur Rehabilitation speziell zugeschnitten auf Soldatinnen und Soldaten sowie Angehörige der Bundeswehr und für Bündnispartner.

Folgende Therapieansätze beinhaltet das Konzept:

Stützende therapeutische Gespräche

Aktivierung von psychischen, regulativen und inneren Ressourcen, das Wiederfinden von vertrauten Funktionsfähigkeiten des psychischen Gleichgewichts.

Verhaltenstherapeutisch orientiert kognitiv integrativer Ansatz

Mit lösungsorientierter störungsspezifischer Behandlung, Angstbewältigung, Depressions- Schmerz und Traumabewältigung ggf. mit Expositionsübungen.

Psychoedukativer Ansatz

Vermittlung von Informationen in auch laienverständlicher Art über die spezifischen Erkrankungen und deren Entstehungs- und Bewältigungsmechanismen.

Biofeedback

Dem frühzeitigen Einsatz von Biofeedback dient oftmals eine Brücke, um von den im Vordergrund stehenden körperlichen vegetativen Beschwerden den Zugang zum psychischen Erleben zu gewinnen.

Stressmanagement und Entspannungstechniken

Entsprechend den individuellen Bedürfnissen.

Sportmedizinisch bewegungstherapeutischer Ansatz

Aktivierung aus dem körperlichen Rückzug mit positiver Körperfindung. Ausgleich der Dysbalance zwischen Psyche, Soma und Vegetativum.

Physiotherapie

Psychische Anspannungen spiegeln sich oft auch in muskulärer Verspannung. Hier sind besonders die Schulter- Nackenmuskulatur sowie die LWS im Vordergrund. Anhaltende muskuläre Schmerzen und Steifheit können zusätzlich den erholsamen Nachtschlaf behindern. Hier wird eine enge Zusammenarbeit mit den Physiotherapeuten eingerichtet.

Akupunktur

Bei chronischen Schmerz- und Spannungszuständen setzen wir erfolgreich zusätzlich die Akupunktur auf der Grundlage der traditionellen chinesischen Medizin ein.

Psychopharmaka

Der gezielte Einsatz von antidepressiven Medikamenten kann bewirken, das Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn wiederherzustellen. Depressive Symptome wie Stimmungs- und Antriebsminderung, Ängste und Unruhe lassen nach. Der Einsatz von Antidepressiva setzt eine engmaschige ärztliche Kontrolle und die Bereitschaft des Patienten voraus, sich auf eine vermutliche mehrmonatige Therapie einzulassen. Die Gefahr der medikamentösen Abhängigkeit bei Einsatz von Antidepressiva besteht nicht.

Oberstes Ziel ist das Vermeiden von Chronifizierung der psychischen Störung.

In einer psychosomatischen Sichtweise sollten die verletzten Soldatinnen und Soldaten mit einer ganzheitlichen komplexen Behandlung die Möglichkeit gegeben werden, ihre Gesundheit wiederherzustellen, zu genesen und Heilung zu erfahren.

Grundvoraussetzung ist, den Patienten in einem wohlwollenden Ambiente aufzufangen und ihm genügend Zeit einzuräumen, um in einem therapeutischen Rahmen neue, heilende Erfahrungen erleben zu können. Wichtig dabei ist es, eine weitere Verletzung und Stigmatisierung zu vermeiden.

Bundeswehrangehörige nach Auslandseinsatz

  • Kriegs-und Konflikteinsätze aller Art
  • Bedrohung, Angriff, Geiselnahme
  • Einsätze nach Schusswaffengebrauch, Post-Shooting-Syndrom
  • Folgen körperlicher und psychischer Belastungsreaktionen und Übergriffe
  • Umgang mit Schwerstverletzten
  • Umgang mit Sterben und Tod

Die klassischen Indikationsbereiche sind:

  • depressive Störung
  • Angst- und Panikstörung
  • somatoforme Störung, wie chronische Schmerzstörungen
  • psychoreaktive Störungen, wie posttraumatische Belastungsstörungen und unfallreaktive Anpassungsstörungen
Die Zimmer der Fachklinik

Die Zimmer der Fachklinik

In der Fachklinik Schloss Haniel können auch Begleitpersonen mit untergebracht werden. Die Zimmer der Klinik sind modern und klar eingerichtet. Unsere Klinik verfügen über sich ein erstklassiges Restaurant, ein Schwimmbad sowie einen Wellnessbereich mit Solarium und Sauna.

Ohne lange Wartezeiten können wir Patienten stationär in unserem Haus aufnehmen. Die Unterbringung findet in modernen Komfortzimmern statt, um unseren Patienten einen größtmöglichen Wohlfühlfaktor während des Aufenthaltes bei uns zu garantieren.